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Krankengymnastik

Krankengymnastik ist die Anwendung verschiedener aktiver und oder passiver Behandlungsformen, die sich nach einer gründlichen physiotherapeutischen Befunderhebung ergeben. Die Krankengymnastik kann Schmerzen beseitigen, gesunde (physiologische) Bewegungsabläufe wiederherstellen, unausgewogene Muskelkraftverhältnisse (muskuläre Dysbalancen) ausgleichen und bei Kindern die motorische Entwicklung fördern.

Ziel ist es aber in jedem Fall, den Patienten aktiv in seinen eigenen Heilungsprozess mit einzubeziehen, damit er sich nach seinen Möglichkeiten über den Rahmen der Behandlungen hinaus an seinem Heilungserfolg beteiligt, beziehungsweise ihn vorbeugend Übungen zur Gesunderhaltung seines Körpers erlernt.


Manuelle Therapie

Manuelle Therapie ist ein spezialisierter Bereich der Physiotherapie für die Analyse und Behandlung von nervalen, muskulären und knöchernen Dysfunktionen. Sie basiert auf einer gründlichen Befunderhebung und setzt hochspezifische Vorgehensweisen in der Therapie ein, unter anderem manuelle Techniken und therapeutische Übungen.

Orthopädische Manuelle Therapie (OMT)

Orthopädische Manuelle Therapie (OMT) ist ein spezialisierter Bereich der Physio-therapie für die Behandlung von neuro-muskulo-skeletalen Beschwerden. Sie erfordert zusätzlich zum Zertifikat der "Manuelle Therapie" 750 Stunden Weiterbildung. Durch eine differenzierte Untersuchungsmethodik von Funktions- störungen am Bewegungssystem werden klinische Entscheidungsprozesse mit spezifischen Behandlungsmethoden, welche manuelle Techniken und therapeutische Übungen beinhalten, kombiniert. Orthopädische Manuelle Therapie wird angetrieben von den eigenen therapeutischen Kenntnissen und Erfahrungen, die mit verfügbaren wissenschaftlichen Beweisen in Bezug gebracht werden. Gleichzeitig soll der biopsychosoziale Rahmen jedes einzelnen Patienten Beachtung finden.


Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage (nach PNF, Bobath, E-Technik)

PNF

PNF ist eine Abkürzung und steht für Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation. Dies ist eine in den 40er Jahren in Amerika entwickelte Behandlungsmethode, die im neurologischen und orthopädischen Bereich Verwendung findet. Es wird versucht, gestörte Bewegungsabläufe zu normalisieren und natürliche Bewegung wieder anzubahnen. Dazu werden die Druck- und Dehnungsrezeptoren in Muskeln, Sehnen, Gelenkkapseln und Bindegewebe z. B. durch Druck, Dehnung, Entspannung oder auch Streckung stimuliert. Bei der PNF arbeitet der Therapeut mit dreidimensional-spiraligen Bewegungsabläufen. Diese sind in jedem Menschen von Geburt an reflektorisch veranlagt.

Bobath Konzept

Das Bobath-Konzept ist ein multidisziplinärer Therapieansatz von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Pflegekräften für die Pflege und Förderung von Patienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems, Bewegungsstörungen und Lähmungserscheinungen. Eingesetzt wird das Bobath-Konzept in der Behandlung von Säuglingen, Kindern und Erwachsenen. Es wurde ab 1943 von der Physiotherapeutin Berta Bobath und ihrem Ehemann, dem Neurologen und Kinderarzt Karel Bobath, entwickelt. Das Konzept beruht auf der Theorie der „Umorganisationsfähigkeit“ des Gehirns. Das bedeutet, dass gesunde Hirnregionen die zuvor von den erkrankten Regionen ausgeführten Aufgaben neu lernen und übernehmen können.

E-Technik

Die E-Technik ist eine neurophysiologische, physiotherapeutische Behandlungsmethode, die von Peter Hanke entwickelt wurde. Das Konzept basiert auf entwicklungskinesiologischen Grundlagen. Das bedeutet, die E-Technik orientiert sich an Bewegungsmustern, die ein Kind in der normalen Entwicklung im ersten Lebensjahr durchläuft. Ziel ist es, über die Anbahnung der angeborenen Muster „Kriechen und Drehen“ unökonomische Funktionsstörungen wieder zu harmonisieren, so dass alltagsmotorische Bewegung wieder physiologisch stattfinden kann. E-Technik ist eine integrative, komplexe, ganzheitliche, an den Aufrichtungsmechanismen und der Fortbewegung des Menschen orientierte neurophysiologische Therapiemethode in der Kinder- und Erwachsenenbehandlung.                                 


Integrative Kindertherapie

Dieses Konzept orientiert sich an der kindlichen Entwicklung. In der Therapie geht es im Wesentlichen darum, für Säuglinge, Kinder und Jugendliche kompetente und differenzierte Befunde zu erstellen und darauf aufbauend eine individuell zugeschnittene Therapie zu planen und durchzuführen. Zusätzlich zur Motorik werden die Sinnessysteme Fühlen, Gleichgewicht, Hören, Sehen mit einbezogen. Je besser und deutlicher das Kind seinen Körper spürt, desto leichter fallen ihm kontrollierte Bewegungen. Die "maßgeschneiderte" Therapie wird aus dem Fundus an Behandlungstechniken gezielt zusammengestellt.


Schlingentisch Therapie

Der Schlingentisch ist ein Therapiehilfsmittel, welches dem Therapeuten ermöglicht, Teile des Körpers oder den ganzen Körper in Schlingen aufzuhängen. Dadurch wird die Schwerkraft aufgehoben, Wirbelsäule, Gelenke und Bandscheiben werden entlastet. Bewegungen, die normalerweise eingeschränkt oder schmerzhaft wären, können unter der Schwerelosigkeit erheblich leichter und schmerzfrei ausgeführt werden.


Massage

Das Wort "Massage" hat seinen Ursprung im Griechischen: "massein" und heißt übersetzt "kneten".  Die klassische Massage behandelt in erster Linie schmerzhafte Muskelverspannungen und –verhärtungen. Die manuelle Behandlung hat eine entspannende und harmonisierende Wirkung auf den Körper und die Seele. Sie fördert die Durchblutung, löst muskuläre Verspannungen, regt den Kreislauf und ebenso die Tätigkeit der inneren Organe an. Varianten der klassischen Massage mit der Hand sind die Bindegewebemassage, Segmentmassage, Periostmassage  und Lymphdrainage.


Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage ist ein Bestandteil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE). Die KPE besteht aus vier Therapiesäulen: Lymphdrainage, Kompression, Hautpflege und Gymnastik in der Kompression. Die manuelle Lymphdrainage dient hauptsächlich als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten (Arme u. Beine). Durch kreisförmige Verschiebetechniken, welche mit leichtem Druck angewandt werden, wird die Flüssigkeit aus dem Gewebe in das Lymphgefäßsystem verschoben und abgeführt. Zum Beispiel nach Operationen, kann geschwollenes, mit Zellflüssigkeit überladenes Gewebe durch die manuelle Lymphdrainage schneller entstaut und damit der Heilungsprozess beschleunigt werden.


Fußreflexzonentherapie

Bei der Fußreflexzonentherapie geht man davon aus, dass der menschliche Körper mit seinen Organen und Körperteilen auf den Fuß und Unterschenkel als Reflexzonen projiziert wird. Je nach Art der Störung versucht der Therapeut, sowohl beruhigend als auch anregend auf die entsprechenden Reflexzonen einzuwirken. Durch gezielte Griffe ist es möglich, Schmerzen zu lindern, die Durchblutung zu fördern oder auch bestimmte Organe zu einer besseren Funktion anzuregen.


Kinesiotape

Anfang der siebziger Jahre entwickelte Dr. Kenzo Kase, ein japanischer Chiropraktiker, das Tapematerial und die von ihm beschriebene Anwendungstechnik. Das flexible Kinesiotape ist als elastisches, luftdurchlässiges und selbstklebendes Tape den Elastizitätseigenschaften der menschlichen Haut nachempfunden. Als Ergebnis fördert die Behandlung mit dem Kinesiotape eine Verbesserung der Mikrozirkulation und die Aktivierung des lymphatischen und endogenen analgetischen Systems. Hieraus ergibt sich eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten in der Prophylaxe, der Sportphysiotherapie, bei akuten und chronischen Beschwerde- und Schmerzbildern des Bewegungsapparates sowie bei Verletzungen und in der Lymphologie.


Craniosacrale Therapie

Die Craniosacrale Therapie ist eine von der Osteopathie abgeleitete Behandlungsform. Sie wurde vom Osteopathen William Garner Sutherland entwickelt. Er stellte die These auf, dass Gehirn, Rückenmark und die darin enthaltene Gehirn-, und Rückenmarks- flüssigkeit eine Eigenbewegung haben. Bei der Craniosacral-Therapie werden kaum wahrnehmbare Handgriffe im Bereich des Schädels (Cranium) und des Kreuzbeins (Sacrum) ausgeführt. Diese wirken sich auf Gewebe und Körperflüssigkeiten aus und beheben dadurch vorhandene Funktionsstörungen des Organismus.


Elektrotherapie

Elektrotherapie beinhaltet die Behandlung mit Strom und Ultraschall.  Die Gemeinsamkeit der großen Vielfalt von Geräten und Stromformen besteht darin, Schmerzen zu lindern, die Durchblutung zu fördern, Muskelverspannungen zu lösen oder Muskelaktivität bei schlaffen Lähmungen anzubahnen und entzündliche Prozesse abzuschwächen. Dabei fließen elektrische Ströme durch den entsprechenden Körperbereich. Zwei besondere Formen der Elektrotherapie sind die Iontophorese und Phonophorese, worunter  man das Einbringen von Medikamenten mittels Strom in das betroffene Gebiet versteht.


Atemtherapie

Bei der Atemtherapie geht es um zwei grundverschiedene Dinge: einmal die Therapie der Atmung (= klinische, ärztliche Atemtherapie) und zum anderen die Therapie mit dem Atem (= Atemtherapie als Selbsterfahrung/ Selbsthilfe). Die klinische (ärztliche) Atemtherapie, die wir anbieten, befasst sich mit den Krankheiten und Funktions- störungen des Bronchialsystems und der Lunge. Sie arbeitet sowohl prophylaktisch als auch nachbehandelnd. Eine effektive Atemtherapie soll zum Lösen von Widerständen in der Atemmechanik, zur Optimierung des Atemablaufs, Sekretlösung, Kräftigung der Atemmuskulatur, Schulung des Einsatzes der Atemmuskeln und zu einer allgemeinen Leistungssteigerung beitragen. Die Atemtherapie wird eingesetzt bei Erkrankungen der Atemwege, insbesondere bei obstruktiven Erkrankungen (chronische Bronchitis/Asthma).


Inhalation

Die Inhalation wird zur Behandlung verschiedener Atemwegserkrankungen eingesetzt und zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems. Das Atemgemisch, das bei der Inhalation (von lateinisch inhalare = anhauchen) aufgenommen wird, ist als Aerosol definiert. Bei unserem Gerät wird das Aerosol durch einen druckluft-getriebenen Düsenvernebler erzeugt. Man kann mit einer Maske oder einem Mundstück inhalieren (auch für Kinder geeignet).Der Patient inhaliert in der Regel Sole (eine übersättigte Kochsalzlösung), die in einem Behälter zerstäubt wird. Es ist auch möglich, ein verordnetes Medikament dem Nebel beizumischen. Die Inhalations-therapie kann direkt auf die Schleimhaut der Bronchien und die Lunge einwirken. Mehrmaliges Inhalieren lindert die Beschwerden rasch, lockert den zähen Schleim und erleichtert das Abhusten. Die Inhalation kann bei Erkrankungen der Bronchien und der Lunge mit der Atemtherapie kombiniert werden.


Fango

Die Fangomasse aus Paraffin wird in einem Kessel erhitzt und anschließend auf Bleche gegossen. Abgekühlt lässt sich diese weiche Masse optimal an Ihre Körperkonturen anmodellieren.


Heißluft

Die Rotlichtlampen erwärmen schonend. Die Intensität der Wärme kann durch die Anzahl der Lampen und die Bestrahlungshöhe individuell reguliert werden. Die Behandlung mit Rotlicht kann im Sitzen oder Liegen erfolgen.


Heiße Rolle

Aus zwei Handtüchern wird eine Rolle geformt, in die warmes Wasser gefüllt wird. Der Therapeut betupft mit der Rolle die Region, die er anschließend behandeln möchte. Die feuchte Hitze ist sehr effektiv und kann in einem kleinen Bereich gezielt angewendet werden.


Kältetherapie

Coldpack

Eine Kältekompresse lässt sich leicht formen. Sie wird gekühlt auf das betroffene Gebiet aufgelegt, um Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen zu lindern.

Eislolli

Wie bei einem Eis am Stiel, wird Wasser in einer Form gefroren. Der Therapeut nimmt den so entstanden Eislolli aus der Form und kann diese feuchte Kältequelle gezielt in einem kleinen Bereich, den er anschließend behandeln möchte einsetzten.

© Peter Langstck 2010 Alle Rechte vorbehalten